Gastronomisch hat Frankfurt heute jede Vielfalt zu bieten und ist neben London und Berlin kulinarischer Vorreiter. Die ursprünglichen Frankfurter Spezialitäten jedoch lassen sich an 10 Fingern abzählen, aber die Rezepturen bleiben typisch frankforterisch.

Apfelwein
Nicht zu vergleichen mit den leicht süßlichen Variationen, die man größtenteils im Rest der Welt findet, ist der Frankfurter Apfelwein! Er schmeckt sauer und erfrischend und wird in verschiedenen Varianten angeboten. Ob als süß oder sauer gespritztem oder pur, kein Frankfurter würde auf ihn verzichten wollen!

Das Frankfurter Nationalgetränk wird traditionsgemäß in den Apfelweinkneipen der Stadt genossen. Zum Zeichen dafür, daß hier Selbstgekelterter ausgeschänkt wird, hängt über den Eingangstüren ein grüner Kranz mit einem Bembel, einem grauen Steinzeugkrug mit blauen Verzierungen.

Frankfurter Würstchen
Die Geschichte erzählt, daß die Original Frankfurter Würstchen schon vor 500 Jahren in Neu Isenburg, einer kleinen Stadt einige Kilometer südlich von Frankfurt hergestellt wurden. Aber es war in der Frankfurter Altstadt, wo sie bereits im Mittelalter berühmt wurden. Auf dem Alten Markt und in der unmittelbaren Umgebung verkauften offene Stände, bekannt als Schirnen, diese wohlschmeckenden Würstchen über Jahrhunderte hinweg.

Besucher der Frankfurter Messen lernten sie lieben und sorgten für ihren Ruhm. Schließlich machten einige Abkömmlinge der feinen Schweinswürste auch ihren Weg in die USA und wurden dort zu den überall in Amerika bekannten Hot Dogs.

Frankfurter Rindswürste
Ziemlich salzig sind sie, und richtig dicke Dinger, diese Würste aus gepökeltem Rindfleisch. Man läßt sie in heißem Wasser ziehen und ißt sie zusammen mit Senf und einem Brötchen.

Frankfurter Gelbworscht (Gelbwurst)
Die Metzger hüllen sich in Schweigen, und die Wurst in die Hülle, fragt man nach der Zusammensetzung der Wurst mit der gelb gefärbten Pelle. Die einen meinen, es sei nur Kalbfleisch drin, die anderen meinen, auch Hirn hätte seinen Anteil. Wer weiß? Immer neue Vermutungen weckt der Spruch: "Selbst Gelbworscht hat mehr Hirn als Du!"

Frankfurter Grie Soß (Grüne Soße)
Diese hervorragende Sauce ist eine kalte Spezialität und paßt hervorragend als Beilage zu gekochtem Rindfleisch oder Eiern mit Salzkartoffeln. Sie besteht aus mindestens 7 kleingehackten (nicht pürierten!) Kräutern, wie Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Borretsch, Kresse, Pimpinelle, Sauerampfer, Liebstöckel, Zitronenmelisse und Estragon (Dill sollte wegen seines starken Eigengeschmacks nur wenig beigegeben werden.)

Viele verwenden gekochte Eier und Yoghurt mit Sauerrahm als Basis, andere verwenden Mayonaise. Man kann in Frankfurt und Umgebung kann die frischen Kräuter als Paket kaufen, wobei das Rezept steht auf der Packung steht.

Rippchen mit Kraut un Schäufelche
Dieses knusprig gegrillte Fleisch bestellt man am besten in einer Ebbelwoikneipe zu Sauerkraut und Kartoffelbrei. Dort gibt es neben den Salzbrezeln auch den Handkäs mit Musik, den man mit einer Scheibe Bauernbrot und Butter ißt. Hier sein Rezept:

Handkäs mit Musik
Zutaten für 4 Portionen
2 Handkäs (400 - 480 g)
16 EL Essig
8 EL Öl
8 EL Wasser
4 Zwiebeln
Salz, Kümmel, nach Geschmack rotes Paprikapulver

Zubereitung
Für die Marinade Essig, Öl und Wasser verrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen, die gepellten und kleingewürfelten Zwiebeln und den Kümmel dazugeben. Die Marinade über den Käse verteilen und durchziehen lassen. Mit Paprikapulver bestreuen.

Für die Liebhaber von Süßem hält die Frankfurter Küche auch etwas parat: Da gibts den Frankfurter Kranz (mit Rühr- oder Biskuitteig, gefüllt mit Vanillebuttercreme und mit gehacktem Krokant bestreut,), die Bethmännchen (kleine Marzipanpralinen mit 3 Mandelhälften) und den Haddekuchen oder Hartekuchen, eine Art Lebkuchen.